In general

Was versteht man unter einer FUT (Follicular Unit Transplantation)?
 




























Die FUT ist eine Methode, bei der einem Spendergebiet – üblicherweise dem Haarkranz am Hinterkopf – ein behaarter Hautstreifen entnommen wird, aus diesem unter dem Mikroskop einzelne Haarfollikel oder follikulare Einheiten präpariert werden.
Diese Follicular Units, kurz FUs genannt, wachsen in 1er-, 2er- oder auch 3er-, 4-er und selten auch in 5er-Gruppen. Die so gewonnenen Transplantate werden in ein vorbereitetes Empfängergebiet verpflanzt. Da die entnommenen Haare auch nach der Eigenhaarverpflanzung ihre genetische Information behalten, wachsen sie nach einer Transplantation ebenfalls ganz natürlich im Transplantationsgebiet.
Um die notwendige Anzahl der Haarfollikel für ein möglichst natürliches Ergebnis zu erreichen, wird die vorhandene Haardichte des Patienten im Entnahmebereich durch die sogenannte Dichtemessung so genau wie möglich ermittelt. Dazu wird die Anzahl der follikulären Gruppen pro Quadratzentimeter vor jeder FUT-Behandlung gemessen und so die ideale Größe, bzw. Länge und Breite des zu entnehmenden Hautstreifens berechnet. Der behaarte Streifen wird mit Hilfe eines Skalpells absolut schonend entnommen. Die Entnahme findet unter lokaler Betäubung statt, daher ist der Entnahmeprozess völlig schmerzfrei.
 

Die Vorteile: Wer eignet sich für eine FUT?

















Der größte Vorteil einer Streifenentnahme ist die große Anzahl der FUs, die innerhalb einer Behandlung – in einer Megasession - entnommen und transplantiert werden können. Im Gegensatz zu einer Follicular Unit Extraction können bei einer Follicular Unit Transplantation weitaus mehr Haare in sehr viel kürzerer Zeit entnommen werden, was die Entnahmezeit und somit den Zeitaufwand verkürzt.
Die Follicular Unit Transplantation eignet sich in erster Linie für Patienten des Typs Norwood III bis VII, da diese eine größere Anzahl an Transplantaten benötigen. Patienten, die älter als 30 bis 35 Jahre sind, werden ebenfalls als geeignete Patienten gesehen, da bei ihnen das Auftreten des sogenannten Stretch-back-Effektes weniger ausgeprägt ist.
Die FUT bietet sich weiterhin für kombinierte Behandlungen an: Beispielsweise können in einer Operation Narben einer früheren Haarverpflanzung korrigiert bzw. vermindert werden und gleichzeitig die Entnahme und darauf folgende Haartransplantation durchgeführt werden.
 


Die Grenzen der FUT

Art und Entwicklung der Narbe

Die Narbe, die eine FUT-Behandlung am Hinterkopf des Patienten hinterlässt, ist sehr schmal, meist lediglich 1 bis 2 Millimeter breit. Die Länge variiert und es handelt sich immer um eine lineare Narbe – dennoch ist sie mehr oder weniger sichtbar.

Dies hängt allerdings nicht nur von den Fähigkeiten und der Erfahrung des Haarchirurgen und der durch ihn verwendeten Technik ab, sondern auch von individuellen Faktoren, wie zum Beispiel dem Alter des Patienten, dem Hauttyp bzw. der Hautbeschaffenheit, der Hautspannung und dem Heilungsprozess ab. Die Entwicklung der Narben ist nicht vorhersehbar, dies gilt auch, wenn der Patient bisher optimale Heilprozesse mit guter Wundheilung durchlaufen hat.

Zu bedenken ist ebenfalls, dass sich die lineare Narbe durch den individuellen Heilungsprozess und Spannungen (Stretch-back-Effekt), die auf die Kopfhaut einwirken, sich verändern kann. Dies kann direkt nach der Behandlung oder im Laufe der folgenden sechs Monate auftreten.

Die Wunde wird vernäht oder geklammert, d. h. es müssen Fäden bzw. Klammern entfernt werden.
Je nachdem, wie lang und breit die Narbe der FUT ausfällt, können Haarschnitte mit einer Haarlänge unter 10-15mm nicht getragen werden, ohne das die Narbe sichtbar ist.

Behandlung, Heilungsprozess und postoperative Komplikationen

Der Donorbereich sollte idealerweise vor der Behandlung rasiert werden, insbesondere bei einer High Density-FUT oder Megasessions. Ausnahmen sind jedoch möglich und sollten mit Dr. Feriduni persönlich besprochen werden. Bei kleineren Eingriffen kann manchmal ganz darauf verzichtet werden.

Es kommt sehr selten vor, aber wie bei jeder Operationen können auch bei einer FUT während der Behandlung und ebenfalls postoperativ Komplikationen im Heilungsverlauf auftreten; dazu gehören zum Beispiel Narbenschmerzen oder Wundinfektionen.

Im Bereich der Entnahme kann es zu einem vorübergehenden Taubheitsgefühl oder Spannungen kommen und die Dauer der Wundheilung ist durch die Größe des Schnitts mit ca. 14 Tagen relativ lang.

Nach der Behandlung muss für etwa 6 Wochen auf die Ausübung von aktivem Sport (Bodybuilding, Kraft- und Kampfsportarten) verzichtet werden. Leichte sportliche Betätigung, wie Joggen, Schwimmen, Fahrradfahren, kann bereits vorsichtig 2 Wochen nach einer Behandlung ausgeübt werden.

Bei der Entnahme der Spenderhaare können Haarfollikel, die sich unmittelbar an der Schnittlinie befinden, beschädigt oder verletzt werden. Die Wunde wird vernäht oder mit Metallklammern geschlossen, wodurch Haarfollikel ebenfalls beschädigt werden können.

Nach dem Eingriff können kurzzeitig Schwellungen und auch der vorübergehende Ausfall der transplantierten FUs auftreten. (mit Shock Loss verlinken)

 

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