Reconstructive hair transplantation

Rekonstruktive Haartransplantationen: Die Behandlung vorbehandelter Patienten

Die Haartransplantation ist ein höchst komplexer und anspruchsvoller Bereich der Chirurgie. Leider werden nicht alle Behandlungen auf dem aktuellsten Stand der Technik und Wissenschaft durchgeführt. Die Gründe können vielschichtig sein:

Haartransplantationen sind aufwendige und arbeitsintensive Operationen, die enorm viel Wissen, langjährige Erfahrung und Fingerspitzengefühl erfordern.

Nicht immer fällt somit das Ergebnis einer Haartransplantation zur Zufriedenheit der Patienten aus: Sichtbare Narben im Entnahmebereich oder Transplantationsbereich, eine nicht natürliche Haarlinie - um nur zwei Punkte zu nennen - können Folgen sein, mit denen sich ein Patient konfrontiert sieht.


Example of patient with a ‘pluggy’ hairline from a previous surgery (performed ex domo)


Die Wahl des richtigen Haarchirurgen ist entscheidend

Ein Haarchirurg muss über sehr viele verschiedene Eigenschaften und Fähigkeiten verfügen - zum Beispiel größte Sorgfalt, fachliche Qualifikation und Kenntnisse aller Techniken und Methoden der Haarchirurgie sowie der Sinn für die Grundsätze der Ästhetik und Harmonie. Die Korrektur oder Reparatur einer missglückten Haartransplantation somit ist eine Behandlung, die somit äußerst hohe Anforderungen an den behandelnden Arzt stellt. Hierbei müssen nicht nur schlechte Ergebnisse und Folgen (zum Beispiel Narben oder unnatürliches Aussehen) einer vorhergegangen Transplantation korrigiert werden, sondern auch ein Resultat erreicht werden, das in seiner Natürlichkeit optimal ist.

Das Team um den behandelnden Arzt ist ebenfalls ein entscheidender Faktor, denn die Mitarbeiter eines Haarchirurgs müssen sich nicht nur ganz genau mit der Technik auskennen und weitreichende Erfahrungen mitbringen – das Team muss auch über einen Zeitraum von 8 bis 10 Stunden, denn so lange kann eine Haartransplantation dauern, korrekt und präzise arbeiten. Ein eingespieltes Chirurgieteam, das ganzheitlich und flexibel funktioniert, ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor einer Haartransplantation.

Ein weiterer ist die Mitgliedschaft in international anerkannten Gesellschaften wie z. B. die IAHRS (verlinken); Mitglieder dieser Gesellschaft, sind immer Experten im Bereich der korrigierenden Haartransplantation.
Dr. Feriduni hat in seiner Praxisklinik bereits Hunderte von korrigierenden Haartransplantationen erfolgreich durchgeführt und verfügt daher über die erforderliche Erfahrung und das Wissen. Dies wird dadurch bestätigt, dass etwa 20 Prozent aller Haartransplantationen Korrekturen vorbehandelter Patienten sind.




Example of patient with ‘punch grafts’ from a previous surgery (performed ex domo)



Ursachen für die Korrektur einer vorherigen Haartransplantation

Die Ursachen für eine korrigierende Haartransplantation sind meist in der Anwendung alter Methoden und Techniken, der schlechten oder falschen Beratung und Behandlung oder auch in der Unkenntnis der ästhetischen, harmonischen Gestaltung von Haarlinien und einem natürlichen Aussehen zu finden. Die häufigsten Gründe, warum Patienten eine Korrektur der vorausgegangenen Haartransplantation wünschen, sind oftmals das unnatürliche Aussehen oder das verstärkte Auftreten von Narben; weitere sind folgende:

⦁    Eine zu hohe oder zu tiefe Haarlinie wurde gestaltet, die in ihrer ästhetischen Formgebung und Höhe nicht natürlich aussieht.
⦁    Der Austrittswinkel und die Anordnung der Grafts wurden falsch oder schlecht gewählt.
⦁    Das Aussehen der transplantierten Grafts, die zum Beispiel in ihrer Anordnung wie Kopfsteinpflaster oder ein Schachbrett aussehen, stark vernarbtes Gewebe oder aus borstenartige Aussehen, das an eine Putzbürste erinnert.
 

Korrekturmöglichkeiten der rekonstruktiven Haarchirurgie
 

Die Haarlinie ist der Rahmen eines Gesichtes; diesen natürlich zu gestalten, ist eine Kunstfertigkeit, die einen guten Haarchirurgen ausmacht. Eine unnatürliche und unästhetische Haarlinie kann durch eine hochwertig ausgeführte FU enorm verbessert werden. Dabei wird das Gesamtbild der Haarlinie optimal gestaltet, die natürliche Dichte der Haare modelliert und durch gekonnte Feinabstimmung die größtmögliche natürliche Harmonie ausgearbeitet. Die Möglichkeiten der rekonstruktiven Korrekturen hängen aber nicht nur von den Fähigkeiten und dem Wissen des ausführenden Arztes ab, sondern ebenfalls von entsprechenden Spenderhaaren.
Die Korrekturmethoden, um eine unnatürliche Haarlinie zu reparieren, bestehen zum Beispiel aus der kompletten Entfernung störender Grafts, der Entfernung von einzelnen, unerwünschten Grafts oder dem Setzen von follikulären Einheiten zwischen die Minigrafts:

⦁    Eine Haarlinie, die zu tief sitzt, sieht unnatürlich aus und „verschwendet“ unnötig Transplantate, daher werden Grafts, die sich unterhalb der natürlichen Haarlinie befanden, komplett entfernt – und so eine natürliche aussehende Haarlinie gestaltet. Die entfernten Grafts können „recycled“, also wiederverwendet werden, indem man aus ihnen FUs gewinnt und diese rekonstruktiv einsetzt.
⦁    Die vollständige Entfernung von Grafts kann notwendig sein, falls die Grafts schwerwiegende Narben zeigen, der Winkel ihrer Ausrichtung oder generell die Anordnung der Grafts unnatürlich aussieht. Manchmal ist es möglich, diese Erscheinungen durch das Setzen einzelner follikularer Einheiten zu kaschieren oder zu korrigieren, aber in manchen Fällen müssen die Grafts komplett entnommen werden.
⦁    Grafts, die in ihrer Ausrichtung und Anordnung zwar ästhetisch harmonisch wirken, aber in ihrer Gesamtheit zu künstlich und unnatürlich aussehen. Dieser sogenannte pluggy look kann vermindert werden, indem dem betroffenen Bereich mittels FUE einzelne FUs entnommen werden. Sind größere Bereiche von unnatürlich aussehenden Grafts betroffen und müssen mehr als einzelne Haare entnommen werden, kann dies durch die herkömmliche Punch-Entnahme geschehen.

 

Korrekturen von in Strip- oder Lappentechniken durchgeführten Haartransplantationen

Die Lappentechnik wurde als alternative Methode zu der seinerzeit gängigen Punchgraft-Transplantation entwickelt. Bei der Strip- oder Lappentechnik wird ein Hautlappen der Kopfhaut entnommen und an eine kahle Stelle am Kopf verpflanzt. Negative Folgen einer Haartransplantation der Strip- oder Lappentechnik sind sichtbare Narben, unästhetische und unnatürliche Haarlinien oder auch eine unnatürliche hohe Haardichte sowie unnatürliche Wuchsrichtungen, da die Haare meist nicht in die gewünschte Richtung wachsen.
Die Lappentechnik führt, wenn nicht schon sofort aufgrund der unnatürlichen Haarlinie, so doch meist im Laufe der Zeit zu einem ungewöhnlichen Aussehen, da die Haare im Bereich um den Strip in einem scharfen Kontrast zwischen den während des Alterungsprozesses ausfallenden Haaren und dem Haarstreifen, dem transplantierten Haarlappen stehen – die Glatzenbildung beginnt hinter dem eingesetzten Lappen und sieht sehr unnatürlich aus.
Korrekturen von Patienten, die mit der Lappentechnik behandelt wurden, erweisen sich als schwierig und erfordern in der Regel eine Kombination verschiedener Korrekturmöglichkeiten, um ein gutes ästhetisches Ergebnis zu erlangen: Streifenentnahme (FUT), Entnahme und Verpflanzung einzelner Haarwurzelgruppen (FUE) und verschiedene Strip- oder ebenfalls Kopfhautreduktionstechniken:

⦁    Unästhetischen Narben können oftmals mit einer Narbenkorrektur, eventuell in Verbindung mit einer mikrochirurgischen Haartransplantation korrigiert werden.
⦁    Um eine natürliche Haarlinie zu erreichen, wird der Lappen teilweise ausgeschnitten. Ihm können Follikel entnommen und diese können an anderer Stelle wiederverwendet werden.
⦁    Erscheint die Haarlinie unnatürlich, kann das strenge und künstliche Aussehen mit Hilfe einer FUE gemildert werden und so mehr Natürlichkeit gestaltet werden.
⦁    Kahle Stellen der Kopfhaut können entfernt werden, um ein ästhetisches Aussehen zu kreieren.
⦁    Eine weitere Option, um eine natürlichere und harmonischere Optik zu bewirken, kann in einem bestimmten Rahmen eine Veränderung des verpflanzten Streifens sein.
⦁    Falls ausreichend Spenderhaare vorhanden sind, können Haarlinie und Haardichte erfolgreich mittels einer einfachen FUT verändert werden.
 


Methoden der Korrektur von vorhandenen Narben

Unansehnliche und/oder verbreiterte Narben können korrigiert werden, dabei sind jedoch verschiedene Faktoren zu beachten:

⦁    die Breite der Narbe;
⦁    der Ort der Narbe in Bezug auf ihre Höhe im Spendergebiet;
⦁    die Flexibilität der Kopfhaut in der Umgebung des betroffenen Bereichs;
⦁    sowie die Dichte der follikularen Einheiten in der direkten Umgebung der Narbe.
 

Die Verschlusstechnik: Trichophytic Closure

 
Reconstruction of a linear scar from a previous surgery (performed ex domo)

Unschöne und nicht selten auch unangenehme Narben im Spenderbereich entstehen oftmals durch die Anwendung einer veralteten oder falschen Technik. Ein weiteres Problem kann die nicht korrekte Schließung der Wunde sein, wodurch die Narbe zu sehr gedehnt oder gespannt ist. Ein Hauptgrund hierfür ist, dass der unterschiedlichen Flexibilität der Kopfhaut in den unterschiedlichen Bereichen keine Rechnung getragen wurde.
Ist genügend Elastizität der Kopfhaut im Bereich um die Narbe gegeben, kann die vorhandene Narbe entfernt werden. Hier bietet sich oftmals die Kombination der Narbenentfernung und die gleichzeitige Anwendung der Verschlusstechnik trichophytic closure an.
Im Falle einer engen oder gespannten Kopfhaut empfehlen wir einige Monate vor einer korrigierenden Haartransplantationen die tägliche Massage der Kopfhaut, die Anleitung dazu finden Sie im Bereich (verlinken). Diese Dehnübungen helfen nachweisbar und entscheidend bei der Erhöhung der Flexibilität der Kopfhaut, was sich positiv auf eine Behandlung auswirkt.



FUE: Die Transplantation einzelner FUs

Die FUE bietet eine erfolgreiche Möglichkeit, um Narben quasi fast unsichtbar erscheinen zu lassen. Dabei werden einzelne Haarwurzeln, so genannte FUs entnommen und in das Narbengebiet eingepflanzt. So kann der Bereich – und entsprechend auch die Narbe - später mit eigenen Haaren abgedeckt werden.

Reconstruction of a linear scar from a previous surgery (performed ex domo)

Kombinationen unterschiedlichen Techniken

Nicht alle Narben eignen sich primär für eine FUE. Oftmals ist eine erneute Narbenkorrektur mit nachfolgender FUE, meist nach 6 bis 8 Monaten, die Methode der Wahl.

Ob eine alleinige FUE für eine korrigierende Haartransplantation in Frage kommt, hängt unter anderem von der Länge und Breite der vorhandenen Narbe sowie der Beschaffenheit der Kopfhaut, der Haare und auch von der gewünschten Haarlänge des Patienten ab. Im Normalfall wachsen Haare sehr gut in vernarbten Gewebe.
 



Medizinische Tattoos

Sind Narben im Spendergebiet zu ausgeprägt, kann es eine Narbenkorrektur sehr schwierig oder gar unmöglich sein. Eine medizinische Tätowierung, die in der Farbgebung an die natürliche Haarfarbe angepasst wird, ist in einigen Fällen ein gute und dauerhafte Lösung, um sichtbare Narben optisch unauffälliger zu gestalten. Make-up kann ebenfalls hilfreich sein, bringt mit sich aber den Nachteil der regelmäßigen Erneuerung.
Zusammenfassend existieren fünf unterschiedliche Korrekturtechniken, die gewünschte Resultate erbringen

⦁    FUE-/FUT-Methode
⦁    Narbenkorrektur
⦁    Narbenreduktions-Methode
⦁    Lasersysteme
⦁    Medizinische Tattoos

Alle fünf Methoden ergänzen sich und können miteinander kombiniert werden. Zu beachten ist dabei, dass in manchen Fällen gleichzeitig mehrere Behandlungen erforderlich sind und immer individuell von Patient zu Patient entschieden werden muss, welche Methode die beste ist. Eine ausführliche und persönliche Beratung ist hier unabdingbar und immer der erste und wichtigste Schritt zur Korrektur vorbehandelter Patienten.

 

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