FUE and FUT: a glance at both techniques

FUE und FUT: Ein Blick auf beide Techniken

Das wichtigste Ergebnis einer gelungenen Haartransplantation ist das Erreichen einer natürlichen Haarlinie und einer natürlichen Haarfülle – ohne sichtbare Spuren einer Behandlung zu erkennen. Technische Fortschritte und Verbesserungen der letzten Jahre/Jahrzehnte tragen entscheidend dazu bei größtmögliche Natürlichkeit zu erzielen, erst sie ermöglichen es zunehmend kleinere Grafts in größerer Anzahl schonend zu entnehmen und zu transplantieren.

Im Bereich der Eigenhaartransplantation unterscheidet man zwischen zwei Vorgehensweisen, der FUT- und der FUE-Technik. Der Hauptunterschied beider Techniken liegt in der Art der Haarwurzelentnahme: Während bei der FUT, der sogenannten Streifentechnik, im Bereich des Hinterkopfs ein behaarter Hautstreifen zur Gewinnung von Haarfollikeln entnommen wird, werden bei der FUE, einer Weiterentwicklung der FUT, die follikularen Einheiten einzeln entnommen.

Der Goldstandard der sogenannten FU-Techniken ist die Entnahme von kleinsten natürlichen Haargruppen, den follikularen Einheiten (Follicular Units, kurz FUs). Eine dieser anatomisch vorgegebenen Einheiten besteht in der Regel aus 1 bis 4 Haaren und beide Techniken – FUT und FUE nutzen ausschließlich natürliche Bündelungen der Haare bzw. FUs.

Die Entnahme-Technik ist eines der wichtigsten und ausschlaggebenden Kriterien einer Haartransplantation: Es kommt nicht in erster Linie darauf an, möglichst viele Grafts zu entnehmen, entscheidend ist vielmehr die Qualität der Haarwurzeln, um eine hohe Anwuchsrate zu erreichen.

Wird die FUE-Entnahmetechnik genutzt, spielt die Größe der Punchnadel bzw. die gewählte Punchnadel eine entscheidende Rolle, um das Donorgebiet so wenig wie möglich zu schädigen. Einfach ausgedrückt: Je feiner die Punchnadel, um so geringer ist die entstehende Hautverletzung im Donorgebiet, und um so weniger ist die Entnahme später sichtbar und umgekehrt. Aus diesem Grund verwendet Dr. Feriduni keine Punchnadeln die größer als maximal 0,95 mm sind. Die ausgewählten Haarwurzeln gilt es danach gewissenhaft zu präparieren, während die eigentliche Transplantation erfolgt beiden Methoden nach derselben Technik erfolgt.

Der Lernprozess, um eine State of the Art-FUE durchführen zu können, ist intensiver und langwieriger als der einer Streifenentnahme. Eine FUE setzt neben enormem Fingerspitzengefühl langjährige Erfahrung, insbesondere den exakten Gebrauch der feinstmöglichen Punchnadel bei gleichzeitig idealer FU-Qualität und Kenntnisse der verschiedenen Transplantationstechniken voraus – hohe Anforderungen, die an einen FUE-Haarchirurgen gestellt werden.
 



FUE & FUT: Donorgebiet und Narbenbild

Die zwei Entnahmeverfahren - FUE und FUT - unterscheiden sich hinsichtlich des Narbenbildes im Bereich des Spendergebietes: Während die Streifenentnahme (FUT) günstigerweise eine feine, lineare Narbe im Bereich des Hinterkopfes hinterlässt, erkennt man nach der Follikelentnahme mittels FUE üblicherweise nur bei genauer Betrachtung kleinste Narben, die wie Pünktchen aussehen.
Das Aussehen der Narbe im Bereich des Spendergebietes ist daher für Patienten, die ihr Haar zum Beispiel sehr kurz tragen möchten, ein Kriterium für oder gegen die eine oder andere Technik. Da sich die Narbenbildung individuell von Patient zu Patient unterscheidet und ebenfalls von der Art und Anzahl vorheriger und zukünftiger Behandlungen abhängt, ist eine detaillierte und sorgfältige Beratung sowie Vorgehensweise durch den behandelnden Haarchirurgen unabdingbar. Spezielle Verschlusstechniken wie die Trichophytic Closure optimieren und verbessern die Narbenbildung nach einer Streifen-Entnahme.



FUE & FUT: Überlebensrate von follikularen Einheiten/Grafts
 

Sorgfältiges, gewissenhaftes Vorgehen ist immer eine Grundvoraussetzung für jede medizinische Behandlung – dies gilt besonders für Entnahme und die Überlebensrate von Haarfollikeln:

Entnommene Transplantate sind gegenüber Austrocknung ebenso gefährdet, wie durch den weiterhin ablaufenden Zellstoffwechsel, dem sie unterliegen und der zu einer Art Selbstvergiftung führen kann. Dies ist auch der Grund, warum die Umgebung und Handhabung der FUs zwischen der Entnahme und der Wiedereinsetzung sehr wichtig ist. FUs werden bis zu ihrer Transplantation in einer physiologische Lösung, die dem menschlichen Körpermilieu entspricht, aufbewahrt und bei der Bearbeitung unter dem Mikroskop ebenfalls stets feucht gehalten.

Allgemein sind Transplantate, die durch eine FUE entnommen wurden deutlich empfindlicher, da aufgrund der Entnahmetechnik wesentlich weniger schützendes Gewebe die Haarfollikel umgibt. Dies resultiert in einer etwas geringeren Anwachsrate. Eine Schädigung und Beeinträchtigung der Überlebensrate von gesunden Haarfollikeln sowie eine schlechtere Anwachsrate ist bei beiden Entnahmetechniken möglich - wenn nicht optimal gearbeitet wird – daher ist die Wahl der Haarchirurgen auch in diesem Bereich ein entscheidendes und extrem wichtiges Kriterium für den Erfolg einer Haartransplantation.
 



FUE & FUT: Anzahl der Transplantate und Dichte

Abhängig von dem zu behandelnden Bereich ist eine durchschnittliche Anzahl von 1.000 bis 5.000 follikularen Einheiten erforderlich. Findet die Behandlung unter idealen Bedingungen statt, sind mit beiden Entnahmetechniken erfolgreiche Behandlungen möglich. Die gewünschte Haardichte von 30 bis 90 FUs pro cm² kann ebenfalls mit einer FUE und einer FUT erreicht werden.
 

FUE & FUT: Einsetzen der Grafts

Optimal entnommene Grafts können bei der eigentlichen Transplantation beschädigt werden und zu einer niedrigeren Anwachsrate führen, wenn der ausführende Haarchirurg oder sein Team über nicht ausreichende Erfahrung, Kunstfertigkeit und technisches Knowhow verfügt. Der behandelnde Arzt muss in der Lage sein, ästhetisch zu arbeiten, das heißt es muss ihm möglich sein Anzahl und Verteilung der zu transplantierenden Grafts nach ästhetischen Maßstäben einzusetzen, um so ein natürliches Aussehen in Bezug auf Haardichte zu erzeugen. Dies gilt für den gesamten Kopfbereich, aber besonders für die Gestaltung der Haarlinie – der richtige Grad und die Richtung der Inzisionen wirken sich entscheidend auf das spätere Aussehen aus.
Die Einsetzkanäle, in die entnommene und präparierte Grafts im Empfängergebiet gesetzt werden, spielen eine ebenfalls sehr wichtige Rolle bei einer Transplantation. Optimal sind Skalpelle und Schnittblätter, die in ihrer Größe individuell an den jeweiligen Patienten angepasst werden können, sogenannte Customized Blades. So kann der ausführende Haarchirurg die Breite, Länge, Tiefe und den Winkel der Schnitte auf die individuelle Wuchsrichtung des Patienten abstimmen und einen schnellen Wiederanschluss der Grafts an Blutgefäße und Nerven erreichen, was die Anwuchsrate und die Natürlichkeit entscheidend beeinflusst.



FUE & FUT: Heilungsprozess

Die Schmerzintensität hängt von der individuellen Schmerzempfindlichkeit des Patienten ab. Die Behandlung erfolgt immer unter örtlicher Betäubung und ist daher prinzipiell völlig schmerzfrei. Eine Auswirkung der örtlichen Anästhesie ist bei Anwendung der FUT-Entnahmetechnik das Gefühl einer Spannung der Kopfhaut; dieses Spannungsgefühl ist üblicherweise gering und lässt einige Tage nach der Behandlung nach. Die Heilung verläuft bei einer FUE-Entnahme schneller als bei einer FUT und insbesondere meistens schmerzfrei. Ein vorübergehendes, oftmals für mehrere Monate andauerndes Taubheitsgefühl tritt nicht auf.
Die im Transplantationsbereich, respektive im Bereich von Stirn und Augen, auftretende Schwellung hängt unter anderem von der Dichte der FUs pro cm² ab bzw. der Größe des behandelten Gebiet oder umgekehrt von der Anzahl der transplantierten Haarwurzeln – sie tritt bei beiden Entnahmemethoden auf und hält etwa 6 bis 8 Tage an.



FUE & FUT: Hair Loss/Shock Loss

Ein für Patienten meist sehr unangenehmer Effekt, der bei beiden Entnahmetechniken auftreten kann, ist ein nach zwei bis 6 Wochen postoperativ auftretender Haarausfall im Transplantationsbereich. Dieser betrifft die transplantierten Haare, aber auch eventuell vorhandenes Resthaar. Im Laufe der zweiten oder dritten Woche nach einer Haartransplantation fallen die meisten der transplantierten Haare aus. Dieser Effekt betrifft 98 Prozent aller Patienten.
Dieser Haarausfall ist völlig normal, wobei Patienten versichert werden kann, dass lediglich die durch die Behandlung geschwächten Haare ausfallen, nicht aber die Haarwurzeln – diese bilden nach 3 bis 6 Monaten neue Haare, die dann sichtbar den Erfolg der Haartransplantation zeigen. Das gleiche gilt für die eventuell noch vor der Operation vorhandenen Haare im Transplantationsbereich. Dies gilt jedoch nicht für Haarfollikel welche bereits so geschwächt waren, dass sie sowieso nicht mehr in der Lage waren neue Haare zu produzieren.



FUE & FUT: Ein Fazit

Beide Techniken, FUE und FUT haben große Erfolgsaussichten, aber: Es gibt nicht die beste und einzig richtige Methode – jede Methode hat ihre Vor- und Nachteile.

Die Entscheidung über die Entnahmetechnik sollte individuell in Zusammenarbeit und Gesprächen mit dem behandelnden Arzt erfolgen. Die Gründe sind zahlreich: Ein Haarchirurg kann und muss den zukünftigen, natürlichen Haarausfall einschätzen, die Qualität und Dichte der vorhandenen Haare, insbesondere auch die Haarstruktur, sowie die Anzahl der zu entnehmenden Grafts, die notwendig sind, um die Wünsche von Patienten zu erfüllen ermitteln, ebenfalls alternative Behandlungsformen wie eine medikamentöse Therapie erörtern und dem Patienten die Vor- und Nachteile jeder Technik erklären – erst nach einer ausführlichen Voruntersuchung und Beratung kann eine Empfehlung für eine Entnahmetechnik ausgesprochen werden.

Die Entnahme der Haarfollikel ist lediglich einer von vielen Aspekten, die bei einer erfolgreichen Haartransplantation mit einem natürlichen Ergebnis zum Tragen kommen. Werden andere Aspekte, wie zum Beispiel die Inzisionen, vernachlässigt, ist mit größter Wahrscheinlichkeit ein schlechtes und nicht zufriedenstellendes Ergebnis zu erwarten.
Aus diesem Grund hängt der Erfolg einer FUE und FUT maßgeblich von der Ausbildung, der Erfahrung, der Technik, den Fähigkeiten, dem Fingerspitzengefühl und der Expertise des ausführenden Haarchirurgen ab: Deutlich höhere Anforderungen bringt die FUE-Entnahmetechnik mit sich, da weitreichende Kenntnisse und Erfahrungen in beiden Entnahmetechniken unabdingbar sind. Kurz gesagt: Egal welche Operationstechnik angewendet wird, es sollte sich immer um einen erfahrenen Spezialisten handeln, der sie ausführt.

Eine FUE eignet sich für Patienten, die auf keinen Fall eine lineare Narbe haben möchten sowie für jüngere Patienten, die eine kleinere Behandlung benötigen. Weiterhin ist eine FUE eine gute Wahl, wenn es um die Transplantation von Körperhaaren geht und im Bereich der korrigierenden bzw. rekonstruktiven Haarchirurgie.

Patienten, die über wenig bis sehr wenig Spendermaterial verfügen eignen sich ebenfalls für eine FUE wie Patienten, die eine Neigung zu extremer Narbenbildung besitzen oder Patienten, die einen sehr kurzen Haarschnitt tragen möchten. Patienten, die mit Norwood V oder VI diagnostiziert wurden, sollten eine Kombination aus FUE und FUT wählen, um so die höchstmögliche Anzahl an Spenderhaaren zu erhalten.

Beide Entnahmetechniken ermöglichen die Entnahme von durchschnittlich der gleichen Anzahl von Haarwurzeln; ein entscheidender Unterschied ist: Bei einer FUT unter guten Bedingungen, 4.000 bis 5.000 FUs in einer Operation entnommen werden können, während die entnommene Anzahl bei einer FUE, unter guten Bedingungen, auf 3.000 bis 3.500 FUs beschränkt ist. Eine zweiten Behandlung ist daher bei Verwendung der FUE-Technik üblicherweise notwendig, um die gleiche Anzahl an FUs zu erhalten. Diese kann erst nach etwa 6 Monaten erfolgen.

Die zu erreichende, respektive notwendige Dichte von 30 bis 90 FU pro cm² ist mit beiden Techniken gleichermaßen erfolgreich möglich, so dass die Methode der Entnahme keinen nennenswerten Einfluss auf das Endresultat hat.
Eine FUE ist erfahrungsgemäß weniger schmerzhaft und der Heilungsprozess geht schneller vonstatten. Dennoch handelt es sich auch bei einer FUE um einen Eingriff, der nicht garantiert erfolgreich sein muss.

Im Downloadbereich finden Sie wichtige Informationen, die Sie downloaden und ausdrucken können. (Downloadbereich verlinken – Importance of Shaving)

 

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