Minoxidil (Rogaine®)

Ursprünglich als Blutdrucksenker, der oral eingenommen wurde, entwickelt und eingesetzt, stellte man bei dem gefäßerweiternden Medikament eine interessante Nebenwirkung fest: Minoxidil regt den Haarwuchs an. Seit dem Jahr 1988 wird in den USA unter dem Namen Rogaine und in Europa unter dem ebenfalls geschützten Markennamen Regaine eine Lotion angeboten, die Minoxidil beinhaltet.

Diese Lotion wird als 2-prozentige, 5-prozentige, 12-prozentige und als 15-prozentige Lösung angeboten. Dabei ist zu beachten, dass eine höhere Lösungsdosierung auch eine erhöhte Wirkung erzielt. Die 2-prozentige Lösung ist in europäischen Apotheken rezeptfrei zu erhalten, während Lösung mit einer Lösung ab 5 % verschreibungspflichtig sind. Der Unterschied wird klar, wenn man bedenkt, dass eine 5-prozentige Lösung etwa 45 % mehr Erfolg zeigt als die Nutzung der 2-prozentigen Lösung. Minoxidil sollte aber einer 5-prozentigen Lösung nur in Absprache mit dem behandelnden Arzt angewendet werden.
 


Überzeugende Ergebnisse bei Haarausfall

Im Gegensatz zu vielen anderen Medikamenten, die bei Haarausfall eingesetzt werden, beinhaltet die Minoxidil-Lotion keinerlei Hormone und nimmt keinen Einfluss auf den Hormonhaushalt und kann daher problemlos bei verschiedenen Arten von Haarverlust verwendet werden.

Minoxidil (Rogaine®) eignet sich zur Anwendung bei Frauen und Männern. Die Erfolge zeigen, dass bei etwa 80 Prozent aller Patienten der Haarausfall wesentlich gestoppt oder der Haarwuchs deutlich angeregt wird. Bei 8 bis 30 Prozent der Anwender stellte sich ein befriedigendes Ergebnis ein, während an bereits komplett kahlen Stellen kein erneutes Haarwachstum auftrat. Besonders bei Patienten – Männer und Frauen – die erst seit 5 bis 10 Jahren von Haarverlust, vor allem im Bereich des Oberkopfes, betroffen sind, zeigen sich sehr gute Ergebnisse.

Um langfristige Erfolge zu erhalten, ist es notwendig Minoxidil täglich zweimal, morgens und abends – am besten direkt nach der Haarwäsche, wenn die Kopfhaut feucht ist - direkt auf die Kopfhaut zu geben. Die behandelten Bereiche der Kopfhaut werden von Minoxidil „abhängig“ und Haare fallen wieder aus, wenn die Lotion nicht mehr benutzt wird.

Dies gilt auch, wenn eine Medikamentenkombination verwendet wird. Androgenetischer Haarausfall wird durch Minoxidil verbessert, aber die Lotion allein reicht nicht aus, um androgenetischem Haarausfall vorzubeugen. Eine Kombination der Minoxidil-Lotion mit anderen Medikamenten wie Finasteride wird zum Beispiel bei androgenetischem Haarverlust gerne angewendet. Studien und Erfahrungen haben ergeben, dass diese Kombination eine bessere Wirkung ergibt, als es bei einer separaten Anwendung der Fall ist.
 



Geringe Nebenwirkungen durch Minoxidil

Wird Minoxidil korrekt angewendet, das heißt topisch und auf keinen Fall oral, ist es ein sehr sicheres Mittel, dessen einzige Nebenwirkungen trockene Haut, Irritationen, Schwindel und Kopfschmerzen sein können. Ein leicht verstärkte Körperbehaarung oder erhöhter Bartwuchs kann auftreten, da auch bei topischer Anwendung kleine Mengen der Lotion in die Blutbahn gelangen. Bei oraler Einnahme kann es zu unerwünschtem Haarwuchs der allgemeinen Körperbehaarung kommen. Manche Ärzte vertreten die Meinung, dass Menschen, die unter Herz- und Gefäßerkrankungen leiden, durch Minoxidil gefährdet werden können.


Besser verträglich, einfach anzuwenden – Rogaine Foam

In letzter Zeit wurde eine neue Darreichungsform, Rogaine Foam, ein Schaum des Medikaments in den USA auf den Markt gebracht. Dieser ist einfacher zu benutzen und wird von Patienten bevorzugt. Er enthält kein Propylen-Glykol, was von Vorteil ist, da dieser Stoff in der Vergangenheit häufiger zu Irritationen führte. Der Schaum besteht aus einer 5-prozentigen minoxidilhaltigen Lösung und richtet sich in erster Linie an Männer, kann aber ebenso von Frauen benutzt werden. Wir informieren Sie, sobald Rogaine Foam auf dem europäischen Markt erhältlich ist.

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